Ich habe mir letztes Wochenende den Axbo-Schlafphasen-Wecker bestellt.
Er ist am Dienstag nach also schon 2 Tagen angekommen und ich habe ihn also freudestrahlend aus der Packung gerissen, neueste Firmware und Soundpack installiert. Hoffentlich bin ich nun nicht immer Schlaftrunken auf Arbeit.
Was macht der Wecker eigentlich so, für den Preis von 200€? Er soll die schlafende Person so sanft wie möglich wecken, wenn man gerade auf dem Übergang von oder zur Schlafphase zur oder von einer anderen Schlafphase ist. Sprich: Wenn man nicht gerade tieeef und fest schläft und wie gerädert aus dem Bett kreuchen würde.
Dazu hat man ein kleines Schweißband um den Arm mit einem Bewegungssensor drin. Der meldet dem Wecker per Funk, wenn man sich bewegt. Denn anscheinend bewegt man sich in der Traumphase am meisten. Und der Wecker weckt einen dann auf, wenn man eh schon quasi wach ist.
Dann hat er noch ein paar zusätzliche Funktionen, wie Einschlaft-Sounds, die mich glaub ich in ihrer Eintönigkeit und mit den schlechten Lautsprechern eher am Einschlafen hindern würden. Wenn ich sie nach kurzem ausprobieren nicht genervt ausschalten würde (und jetzt gar nicht erst einschlafe).
So viel zur Theorie. Also, natürlich war ich ganz aufgeregt und habe das gleich am nächsten Morgen testen wollen, wie der mich so weckt. Leider sollte man dabei beachten, dass der Wecker natürlich Schlafmangel nicht ausgleichen kann. Weil ich also so aufgeregt war und noch andere Sachen im Kopf hatte, hatt ich nur 5:30h Schlaf. Was bei einer normalen Ausschlaf-Länge von mindestens 10h doch etwas zu wenig ist. Auch mit Hilfe. Auch unzuträglich war, dass ich gerade Katzen zur Pflege bei mir aufgenommen habe. Die haben mich nämlich schon vorher geweckt. *stups* *stups* *maunz* *maunz*.
Ich habe mich bewegt. Der Wecker hat bemerkt, dass ich mich bewegt habe und denkt natürlich: Ach, die ist fast wach: ich mach mich mal an. *umpf* Danke liebe Katzen! Naja, aber war eh nur kurz vor der gedachten Weckzeit, also war ich immerhin quasi „Ausgeschlafen“, soweit ich das bei der kurzen Schlafzeit überhaupt sein kann.
Der 2. Tag: Jaa, er funktioniert doch. Vielleicht. Wenn ich nicht zu faul wäre aufzustehen. Ja, das habe ich schon bei Rezensionen, die ich vorher gelesen habe, gehört: Du solltest aufstehen, sobald er dich weckt. Sonst bringts nix. Aus dem Grund hat der Wecker auch keine Snooze-Funktion – drauf haun und er klingelt in 5 Minuten nochmal. Weil ich aber so faul war, hab ich die mit der Funktion „Weckzeit für ’ne 2. Person“ simuliert. Alle 15 Minuten. So blieb ich in dem Nicht-ganz-weg-Zustand, bin aber trotzdem erst anderthalb Stunden später als geplant aufgestanden – so wie mit allen anderen Weckern auch. Immerhin war ich danach ziemlich wach. Das hab ich sonst nicht *optimistisch*.
Der 3. Tag: Ich hab verplant, den Bewegungssensor einzuschalten. Wecker haut mich aus dem Tiefschlaf raus. Ich bin so müde wie immer, toll -.-. Dazu muss man sagen, dass der auch wirklich denkbar ungünstig an- und auszuschalten ist. Man muss 5 Sekunden – das ist eine ziemlich lange Zeit – auf einen Knopf auf dem Armband drücken, bis auf dem Wecker steht: Sensor on (/off). Und dieser Knopf ist so schwer zu bedienen, dass es unendlich viel Kraft verlangt, die man keinen Moment nachlassen darf, oder ausversehen abrutschen – nachdem man erstmal ein paar mal rumprobiert, wo das Armband eigentlich überhaupt den Knopf hat. Sprich: ich brauch im Moment ungefähr ne halbe Minute Konzentration dazu. Sehr nervig! Vor allem beim Aufstehen. Jaa, ich habe noch ein wenig müde nicht unbedingt die Konzentration und die Kraft dazu das zu tun. Anscheinend hab ich also gestern Abend das Ding aus statt an gemacht, weil ichs am Morgen davor wohl nicht hinbekommen habe.
Bisher also sehr gemischte Gefühle. Bisher bin ich noch nicht richtig überzeugt. Die Einschlafgeräusche brauch ich nicht (bzw. würde ich sie ja benutzen, wenn sie nicht so furchtbar furchtbar wären – der eine soll wie ein Ozeanrauschen klingen, ich finde das hat eher was von schlechtem Radioempfang). Die Bedienung die das Prädikat „Intuitive Bedienung“ (oder so) bekommen hat, finde ich als Informatikerin (und somit eigentlich ziemlich furchtbares gewöhnt) nicht gerade intuitiv. Ich habe in der Anleitung nachlesen müssen, wie ich den Wecker überhaupt wieder ausstelle – das ist unter meiner Würde!! Dazu kommt der wirklich schwer zu bedienende Knopf am Armband. Hätten es da nicht auch 3 Sekunden getan.. oder ein Kraftaufwand, den man als Nicht-Body-Builder auch gut bewältigen kann?
Andererseits war ich (wo das Armband an war) doch schon irgendwie ausgeschlafener als sonst, obwohl ich weniger Schlafzeit abbekommen habe. Deshalb bin ich optimistisch und hoffe, dass mich die Katzen in Zukunft in Ruhe lassen, und ich nicht zu verplant bin. Obs wirklich bei mir funktioniert, lest ihr dann (wenn ichs nicht wieder verplane) in spätestens 2 Wochen, wenn ich mich entscheide, ob ich den Wecker zurück schicke oder nicht.
. Und weil zum Ende des Jahres ja auch normalerweise immer viel los ist und zusätzlich alle im Urlaub sind, hat entweder niemand Zeit mich irgendwie einzuführen, oder sie sind schlichtweg nicht da. Oder auf Seminar. Oder auf Dienstreise
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